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Im üblichen Stil wird der nächste Manager Herr Dohler verabschiedet. Ist erst vor einigen Wochen von Ihm und seinem Vorstandskollegium das nächste Arbeitsplatzvernichtungsprogramm angeworfen worden, so verlässt er nach dem offiziellen Start gleich das Boot.

Das ist angesichts der angeblich großen Herausforderungen ein dolles Ding und kann auch als ein Zeichen wahrgenommen werden.

 

  • Verlässt hier jemand das sinkende Schiff zum richtigen Zeitpunkt?
  • Sollte das Arbeitsplatzvernichtungsprogramm "Golf" nicht erfolgreich sein, kann das Ergebnis den nicht mehr anwesenden Managern zugesprochen werden.

Hier der Link zum bevorstehenden Abgang auf der weiset von Vattenfall.

Wir sind der Meinung, dass dies ein weiterer Beleg für die mangelnde Nachhaltigkeit und Gier des Unternehmens ist. Die Betriebsgruppe der GVV hält unsere Zukunft für stark gefährdet.

Im Januar 2016 hatte ich meinen Kolleginnen und Kollegen im Vertrauensleutekörper und den Funktionären meinen Austritt begründet.

Anbei findet Ihr mein Schreiben, welches die einzelnen Erfahrungen und Gründe darstellt.

Liebe Kolleginnen und Kollegen verdi

Die Scheu vor Auseinandersetzungen in den letzten Jahren haben zur Folge gehabt, dass soziale Errungenschaften der letzten Jahrzehnte kontinuierlich abgebaut wurden. Kein Erfolg für uns Arbeitnehmer und auch wenig Verantwortlich gegenüber unseren Nachfolgegenerationen. Junge Arbeitnehmer erwartet heute ein niedrigeres Tarifniveau gegenüber dem alten Bewag-Tarifvertrag. Soziale Standards wurden an einigen Punkten abgebaut und eine Zwei-Klassen Gesellschaft von Arbeitnehmern wurde eingeführt.

Die Altersversorgung für junge Arbeitnehmer, die Ergebnisbeteiligung usw. wurden reduziert oder abgeschafft. Besonders unter dem Gesichtspunkt der zu erwartenden Rentenentwicklung ist die Altersversorgung für unsere jungen Kolleginnen und Kollegen wichtig denn je.

Die damalige Zusammenlegung der Gesellschaften und der hieraus entstandene Konzerntarifvertrag hat aus Sicht des Standorts Berlin eine negative Entwicklung gebracht. Die Begründung diese Zugeständnisse zu machen, um Arbeitsplätze zu halten, haben sich als absolute Fehleinschätzungen erwiesen und bereits seit Jahren bekannt.

Die GVV hält eine strikte Umkehr der Handlungsstrategien bei Tarifverhandlungen für dringend notwendig. Um unsere Arbeitsplätze zu sichern und den Druck auf den Arbeitgeber zu erhöhen stehen wir für klare Forderungen, die wir mit allen Mitteln durchsetzen wollen.

Im ersten Schritt halten wir Forderungen zur Sicherung unserer Arbeitsplätze für unabdingbar. Diese aber nicht in Form von weiteren Gehaltserhöhungen unter der jährlichen Teuerungsrate oder durch Abbau weiterer Sozialstandards. Anschließend sind Aktivitäten und Forderungen zur Beseitigung der Unterschiede zwischen Jung- und Alt-Beschäftigten aufzunehmen und zu forcieren.

Wie steht Streik-Deutschland im europäischen Vergleich da?

In den meisten anderen europäischen Ländern wird mehr gestreikt als in Deutschland. Auf einem ähnlich niedrigen Niveau bewegen sich nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft nur die Schweiz, die Slowakei, Polen und Schweden. Der Grund dafür sei der sozialpartnerschaftliche Ausgleich gewesen, sagt Nowak. Doch der bricht seiner Meinung nach allmählich auf: „Auf der einen Seite sind die Arbeitgeber kompromissloser, auf der anderen könnte man auch sagen: Deutschland passt sich nur dem europäischen Streikstandard an.“ Im Gegensatz zu Ländern wie Frankreich, Italien oder Griechenland gibt es hierzulande immerhin keine politisch motivierten Massenstreiks. Für den Arbeitsbeziehungs­experten Lesch ist die Entwicklung dennoch bedenklich. „Steigen Ausfalltage und Konflikthäufigkeit in Deutschland weiter an, droht ein wichtiger Standortvorteil verloren zu gehen.“

 

 

Einige Kolleginnen und Kollegen berichten, dass Sie Vorgesetzte/in haben, die zur Führung von Menschen nicht geeignet sind. Die dargestellten Probleme sind mannigfaltig und viele kuriose Geschichte wissen einige Kollegen zu berichten. Häufig ist aber festzustellen, dass die zwischenmenschlichen Probleme größer werden, je höher die Positionen der Vorgesetzten sind. Dabei fällt die mangelnde Empathie sehr oft auf.

Aber auch das Problem mangelnder Kompetenz und narzisstische Persönlichkeiten sind in diesen Positionen häufiger als normal verteilt.

Was ist eine narzisstische Persönlichkeitsstörung? Hier ein Auszug aus Wiki ...

Die narzisstische Persönlichkeitsstörung (NPS) ist eine Persönlichkeitsstörung, die sich durch einen Mangel an Empathie, Überschätzung der eigenen Fähigkeiten und gesteigertes Verlangen nach Anerkennung auszeichnet. Sie zeigt sich typischerweise darin, dass die betroffenen Personen übermäßig stark damit beschäftigt sind, anderen zu imponieren und um Bewunderung für sich zu werben, aber selbst kein zwischenmenschliches Einfühlungsvermögen besitzen und keine emotionale Wärme an andere Menschen zurückgeben.

Aber auch die Wirtschafts-Woche hat hierzu einen interessanten Artikel veröffentlicht, den man sich mal anschauen sollte. Hier der link zum Artikel in der Wirtschafts-Woche.


Solche Probleme mit Vorgesetzten wie im Artikel beschrieben kenne ich?
© Kama

Narzissmus_WW

Die Notwendigkeit von Sparmaßnahmen zu bewerten ist schwierig. Zum einen ist Sie abhängig von der Perspektive des Betrachters und zum anderen ist Sie objektiv nur im Rückblick zu beantworten. So kann es höchstwahrscheinlich mehrere Bewertungen geben, die mehr oder weniger richtig oder falsch sind.

Wenn sich jedoch eine Endlosschleife des Sparens ergibt, dann sind Zweifel an der Notwendigkeit  berechtigt. Insbesondere die Entwicklung der letzten Jahre zeigte, das radikale Ausgliederung der einzelnen Geschäftszweige, höchstwahrscheinlich  von langer Hand geplant wurden.

In der Praxis zeigt sich nun häufig, dass es scheinbar nur noch um Kosten geht und die Qualität keine Rolle mehr spielt. So sind die Erfahrungen mit ausgegliederten Diensten teilweise Katastrophal, aber VE verkauft Sie als Erfolg. Aus diesem Grunde ist eine langfristige und Nachhaltige Unternehmenspolitik nicht erkennbar. Es deutet viel drauf hin, dass nur ein kurzfristiges Denken in den Managementetagen vorhanden ist.

Auch darf angenommen werden, dass die älteren Mitarbeiter dem Unternehmen ein Dorn im Auge sind und auch hier der Hebel angesetzt werden soll. Wir halten die Entwicklung und die künftigen Planungen für mehr als alarmierend.

Würden wir die Unternehmensentwicklung Privat anwenden, so würde es evtl. so wie im Video von Arte aussehen.

Für die nächsten Tarifverhandlungen müssen wir unter Berücksichtigung der vielen Projekte und Abbaumaßnahmen über die strategisch korrekten Forderungen diskutieren. Dabei muss es in erster Linie um die kraftvolle und massive Erzeugung des notwendigen Drucks auf Vattenfall gehen, damit wir stets flexibel reagieren können.