Springe zum Inhalt

Immer wieder stellt sich diese Frage - Warum gibt es die GVV bei Vattenfall?

Gerne beantworten wir diese Frage für alle Interessierten, da dieser Entschluss gewachsen ist und keine spontane Idee war.

Die wichtigsten drei Gründe für den Gewerkschaftswechsel (es gibt noch einige mehr):

  1. Mangelnde Mitgliedernähe - insbesondere weil Tarifabschlüsse nicht im Rahmen einer Mitgliederabstimmungen abgesegnet wurden. Die Forderungen der Mitglieder waren aus unserer Sicht zu weit von den Abschlüsse entfernt gewesen und sind von Funktionären immer wieder alleine entschieden worden. Wir haben dies als Vertrauensleute oft eingefordert.
  2. Mangelnde Durchsetzungsfähigkeit - Arbeitskämpfe wurden trotz der Forderung unserer Mitglieder wegen unzähliger Bedenken nie umgesetzt, obwohl wir diese gefordert hatten. Mit dem lauten Säbelrasseln hatten wir zudem unserer Glaubwürdigkeit geschadet und die eigenen Verhandlungspositionen geschwächt.
  3. Undemokratisches Verhalten und unangenehme Umgangsformen unter den aktiven Gewerkschaftsmitgliedern bzw. Funktionären. Wir hatten eine andere Meinung, haben eigene Vorschläge gemacht und die Leitungsebene aufgefordert neue Wege zu beschreiten. Das hatte ausgereicht um gemieden und als "Phantasten" bezeichnet zu werden.

Nach der Erfahrung mit dem Kundenservice und der mangelnden Bereitschaft die damaligen Tarifverhandlungen für unsere dortigen Kolleginnen und Kollegen zu nutzen (wir haben damals den Vertrauensleutekörper mehrmals dazu aufgefordert), war dann der endgültige Punkt erreicht worden. Wir mussten anerkennen, dass eine Änderung von innen leider nicht möglich war und waren über die geringe Solidarität innerhalb der Organisation erschrocken.

Wir glauben daran, für seine Überzeugungen müssen Frau oder Mann einstehen. Leider wird dies im Leben häufig nicht anerkannt, sondern bekämpft.

Zur Umfrage der 35 Stunden Woche, hat uns ein Leser mitgeteilt, dass er diese grundsätzlich gut findet, aber diesen Vorschlag als Polemik empfindet. Begründet wird, dass die GVV zur Zeit keine Tarifverträge bei Vattenfall schließt.

Erstmal vielen Dank für die grundsätzliche Übereinstimmung der 35 Stunden.

Die Opposition im Bundestag dürfte dementsprechend also keine Vorschläge für eine andere Politik machen, weil Sie nicht in der Regierungsverantwortung ist? Soviel zur Konsequenz im übertragenen Sinn.

Das ist dann Polemik? (https://de.wikipedia.org/wiki/Polemik)

Wir halten das eher für die Einstellung der Demokratie! Leider scheinen Viele ein sehr differenziertes Bild von Demokratie zu haben. Demokratie nur wenn Sie mir nutzt und ablehnen, wenn Sie gegen mich ist - das geht nicht!!!

Es macht aber wunderbar die Problematik deutlich.

Die Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden halte ich für?
  • Füge deine Antwort hinzu ...

Grundsätzliches Ziel der Reduzierung bei vollen Lohnausgleich ist die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze. Voraussetzung ist die tarifvertragliche Koppelung dieses Ausgleichs, damit Verdichtung oder Fremdvergaben damit nicht einhergehen.

 

 

Die Kollegen/innen der Betriebsratsliste DKD in der Wärme AG berichten erneut über flächendeckende Entfernungen Ihrer Plakate und Flyer.

Diese Vorkommnisse haben wir bereits bei unseren eigenen Werbemaßnahmen  schon mehrmals feststellen müssen.

Werbung scheint ein grundsätzliches Problem in diesem Hause darzustellen und wird mit allen Mitteln bekämpft.

Auf der Betriebsversammlung der V. Wärme Berlin AG wurde den Teilnehmern mitgeteilt, dass die GVV nur ein Verein ist. Das ist sogar richtig.

Aber was ist VERDI?

Schauen Sie doch einfach mal ins Internet oder recherchieren Sie selbst! z.B. hier http://www.rechtslexikon.net/d/gewerkschaften/gewerkschaften.htm

So zu tun als wären die einen keine Gewerkschaft und nur ein Verein, und selbst auch ein Verein zu sein ist wirklich schäbig.

Die Satzung und die Statuten der GVV sehen Streikgeld vor. Dementsprechend zahlen wir nicht nur bei Streiks, sondern sogar auch bei Warnstreiks!!

So viel zu den alternativen Fakten von Gehirnakrobaten, die bisher nicht einen Streik bei Vattenfall auf die Reihe bekommen haben. 

 

Mussten wir uns leider in letzter Zeit häufig um Klarstellungen bemühen, haben wir trotzdem an unserer Vorstellung zur Tarifforderung für 2018 weitergearbeitet.

Wie vor einigen Tagen im Artikel Tarifforderung berichtet, möchten wir eine variable Verhandlungsstrategie vorschlagen, die mehrere Möglichkeiten bietet. Der aktuelle Prozess ist am laufen und noch nicht abgeschlossen.

Die grundsätzliche Tarifforderung pendelt sich derzeit in einem Bereich von ca. 6,5 - 9,0* Prozent ein. Sie berücksichtigt die vergangenen Reallohnverluste, das steigende Risiko durch mangelnde Sicherheit und die steigende Produktivität.

Wir halten einen Risikozuschlag aufgrund der Erfahrungen bei Kundenservice und VEBS für absolut angemessen.

Die Tarifforderung 2018 geht aus meiner Sicht?
  • Füge deine Antwort hinzu ...
  1. Forderungspaket
    • Lineare Lohnerhöhung auf 12 Monate (6,5 - 9,0%*)
    • Zusatzkomponente für junge Mitarbeiter: Aufnahme aller Mitarbeiter in das Altersversorgungssystem der Bewag Pensionskasse oder ggf. gleichwertige Alternative.
    • Zusatzkomponente für ältere Mitarbeiter: Ruhestandsregelung nach 45 Arbeitsjahren ohne Abschläge / Altersteilzeitangebot mit abschlagsfreien Renteneintritt. (bisher immer frühstmöglicher Termin mit Abschläge!)
  2. Alternativpaket - Sicherheit
    • Ausschluss Betriebsbedingter Kündigungen bis 2028 inkl. Sicherung vor Gesellschaftsliquidationen (bedarf intensiver rechtlicher Prüfung und sicherer Formulierungen)
    • Festschreibung der Mindestmitarbeiterzahlen in den einzelnen Gesellschaften auf dem heutigen Niveau.
    • Grundsätzlicher Ausschluss von Arbeitsverdichtungen, ggf. Erweiterung der Mitbestimmungsrechte.
    • Lineare Tariferhöhung auf 12 Monate 2,0 %.
  3. Alternativpaket - Sozial & Freizeit
    • Reduzierung der Arbeitszeit auf 35 Stunden pro Woche bei vollen Lohnausgleich
    • Erhöhung der Urlaubstage auf 32 Tage
    • kostenlose Kinderbetreuung bis Vorschule
    • Einführung von zusätzlichen Sonderurlaubstagen für anerkannte ehrenamtliche Tätigkeiten, die nicht im Rahmen der Tätigkeit anfallen.
    • Aufstockung der Ausbildungszahlen auf mindestens 100 Auszubildende.

* für die Verhandlung ist ein Spielraum notwendig, der in geheimer Abstimmung festzulegen ist. Das Verhandlungsmandat wird damit konkretisiert.

Ein Abschluss muss grundsätzlich durch das Urabstimmungsverfahren, sofern die Forderungen nicht erfüllt werden.

Es ist wichtig ein Signal zu setzen und der weiteren Entkopplung von Arbeit und Kapital entgegen zu treten.

1

Bei den Betriebsratswahlen 2014 wurde den Listen in der Wärme AG und im Netzservice von deren Kritikern vorgeworfen, dass hinter Ihnen keine Gewerkschaften stehen und nur eine Betriebsratsliste mit einem Gewerkschaftsbackground für Qualität steht.

2018 werden unsere Listen von einer Gewerkschaft unterstützt, aber nun ist es angeblich wieder die falsche Gewerkschaft!

Liebe Kolleginnen und Kollegen von der rotfarbenen Gewerkschaft!

  • Was denn nun? - Wir haben doch Euren Rat befolgt!!

Erst habt Ihr unsere Zusammenarbeit 2017 mit der IG-Metall verhindert und nun ist die GVV die falsche Gewerkschaft, weil Sie nicht so groß ist wie Ihr?

Die IG-Metall war größer als Ihr, aber weshalb habt Ihr das verhindert? Erstaunlich ist der ständige Wandel Eurer Argumente. Wenn wir diese befolgen, dann kommen immer wieder neue Argumente, die gegen uns als Alternative sprechen.

Vielleicht einfach mal ehrlich sein und die Wahrheit sagen!

Eventuell so: Wir möchten keine Alternative zulassen und verhindern das mit allen Mitteln.

Leider geht es wohl doch nur um Machterhalt und nicht um die Sache! Das finden wir sehr bedauerlich und für eine demokratische Auseinandersetzung unwürdig. Ein Wettkampf um Ideen und eine sachliche Auseinandersetzung wäre dabei wesentlich effektiver und für unsere Kolleginnen und Kollegen hilfreich.

Aber genau jetzt kommen wir auch wieder zum Punkt, weshalb wir Euch verlassen haben. Es geht zu viel um Macht und Machterhalt und zu wenig um das zu vertretende Klientel.

 

Wie befürchtet, hat die rotfarbene Gewerkschaft die Betriebsratswahl als Wahlkampfveranstaltung genutzt. Die Dominanz des Platzhirschs war unübersehbar und die Hauptfunktionäre (Berufspolitiker) haben sich den rhetorischen Angriff nicht nehmen lassen.

Fazit: Alle anderen sind doof und "wir" sind die Einzigen, die wissen was läuft. Wählt die Guten und nicht die Bösen.

War das nun eine Veranstaltung vom Betriebsrat oder von einer Gewerkschaft? Ging es hier um eine Gewerkschaftswahl oder um eine Betriebsratswahlen?

Im Rahmen der Veranstaltung sind Themen genannt worden, die man als "Alternative Fakten" bezeichnen könnte. Aber das scheint heutzutage absolut normal zu sein.

Hier unsere Fakten:

  1. Eine Betriebsversammlung zur Wahlkampfveranstaltung zu machen, ist nicht richtig.
  2. Es geht diesmal um den Betriebsrat und nicht um die Gewerkschaft.
  3. Die IG-Metall ist für die Energieversorgung zuständig (siehe auch in Hamburg). Der 1. Bevollmächtigte der IG-Metall Berlin hat die Berliner Betriebsgruppe knapp ein Jahr unterstützt und wollte das auch weiterhin tun. Nur wegen der massiven Interventionen musste die IG-Metall nachgeben.
  4. Richtig ist: Die GVV ist eine Gewerkschaft, die sich als Alternative zum Platzhirschen anbietet. (Gewerkschaft für Verwaltung und Verkehr)
  5. Richtig ist: Die GVV hat nicht die Größe der roten Gewerkschaft.
  6. Richtig ist aber auch, dass die GVV basisdemokratisch, günstiger und sich nur auf wenige Branchen konzentriert. Öffentlicher Dienst, Verkehr und Energie. Die GVV ist auf die Versorgung der Öffentlichkeit spezialisiert.
  7. Falsch ist: Als Vertrauensleute in der roten Gewerkschaft  haben wir uns mit konkreten Lösungen hervorgetan und nicht nur kritisiert. Leider wollte man nur nach dem alten Stil arbeiten und keine Änderungen zu lassen.
    Motto: Wir machen das, so wie immer!!!
  8. Falsch ist: Karriere in der Gewerkschaft zu machen war nie unser Ziel und ist es auch heute nicht. Es geht uns ausschließlich um die Sache zur langfristigen und nachhaltigen Sicherung unserer Arbeitsplätze! Nicht mehr und nicht weniger!
  9. Richtig ist: Die Betriebsratsliste "DIE KRAFT DAHINTER" besteht aus diversen Gewerkschaftsmitgliedern und auch aus Nicht-Gewerkschaftsmitgliedern.