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Wie auf der Website von Energate-Messenger (http://www.energate-messenger.de/news/177067/vattenfall-verschaerft-sparziele) zu lesen ist und im Unternehmen veröffentlicht wurde, hat das Vattenfall-Management traditionell und nur wenige Tage nach den Sommerferien, die "Katze aus dem Sack" gelassen und seine nächste Hiobs-Botschaft veröffentlicht. 

Erneut sollen Kosten zum "x´ten" mal eingespart werden und wie die vielen male zuvor auch, muss das Personal erneut dran glauben. Begründet mit notwendigen Investitionen sollen Mitarbeiter geopfert werden, um Prozesse weiter zu verschlanken oder diese Fremdvergeben zu können. Diesmal allerdings in einer Größenordnung, die nur noch als erschreckend bezeichnet werden darf. Nach den diversen parallel stattfindenden Projekten, ist aus unserer Sicht eine mutwillige Destabilisierung des Gesamtsystems Vattenfall zu befürchten. Wir halten das erneute Wahnsinnsprojekt für eine fahrlässige Gefährdung der Vattenfallunternehmen.

Das Vorgehen von Vattenfall ist moralisch und ethisch nicht vertretbar. Dabei spielt es keine Rolle, dass andere Energieversorgungsunternehmen sich eventuell ähnlich Verhalten. Damit wird es nicht besser! Wir akzeptieren keine weiteren Abbaumaßnahmen und fordern zum Umdenken auf, besonders weil es sich bei dem Produkt um ein Grundversorgungsmittel für die Bevölkerung handelt.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, es ist bereits kurz vor Zwölf um ein Umdenken und massive Maßnahmen der Arbeitnehmerschaft zu initiieren. Es wird Zeit endlich Stärke zu zeigen und durch qualitativ wirkungsvolle Maßnahmen den längst notwendigen Gegendruck zu erzeugen. Unsere Arbeit sichert nicht nur unsere Existenzen, sondern sorgt für die Versorgungssicherheit der Bürger und Bürgerrinnen. Wir haben Verantwortung nicht gegenüber unseren eigenen Familien und Angehörigen, sondern auch gegenüber der Bevölkerung.

 

Wer es versäumt klar Grenzen zu setzen, verliert an Glaubwürdigkeit. Wer ständig poltert und dann einknickt, macht sich nicht nur lächerlich, sondern verliert den Respekt in Verhandlungen.

Genau diese Beobachtungen haben wir als ehemalige ver.di Mitglieder in den letzten Jahren machen müssen. Auch aus diesem Grunde ist diese Betriebsgruppe der GVV entstanden. Wir müssen endlich zur Sicherung unserer Existenzen kämpfen.

In den letzten Wochen sind Aktivitäten der DGB Gewerkschaften und hier besonders die von ver.di hinsichtlich der Bundestagswahlen im September zu beobachten. Klar und unverholen werden Parteien empfohlen oder nicht empfohlen.

Diese Entwicklung ist nicht neu und wir haben uns auch schon in den letzten Jahren als ehemalige ver.di-Mitglieder gefragt, ob dieses Engagement an manchen Stellen nicht zu viel ist? Besonders wenn man sein eigentliches Geschäft, also die Vertretung der Arbeitnehmerschaft vernachlässigt und sich lieber um weltpolitische Entwicklungen kümmert, die mit Arbeitnehmerinteressen nichts zu tun haben, dann  halten wir dies für unpassend.

Für unsere Betriebsgruppe und für die GVV ist klar, dass wir uns neutral verhalten werden. Wir sind unpolitisch und wollen niemanden bevormunden.

Die politische Einflussnahme ist damit allerdings nicht gemeint. Zum Schutz der Arbeitnehmerinteressen ist die Einflussnahme selbstverständlich notwendig und genau hier ist auch unsere Stärke. Aufgrund der Historie unserer Gewerkschaft haben wir besonders im Kommunalen Bereich eine starke Präsenz zu bieten.

Als Gewerkschaft verstehen wir unsere Kernkompetenz in der Vertretung der Arbeitnehmerinteressen die auch kämpferisch und machtvoll sein darf, aber nicht in der politischen Meinungsbildung unserer Mitglieder.

Nicht gefunden auf Otto.de, aber YouTube. Die Darstellung dieses Videos ist lediglich als humoristische Einlage zu verstehen und soll keine Anspielung sein. Wir distanzieren uns davon ausdrücklich, möchten aber auf Humor und Kunst nicht verzichten.

Diskutiert mit uns, darf man so ein Video zeigen?

Die wichtigsten Leistungen einer Gewerkschaft - Streikgeld und Arbeitsrechtsschutz - müssen nicht teuer sein. Besonders wenn Sie in einer Gewerkschaft sind, die Ihr Geld für andere Geschäftszweige nutzt und Ihre eigene Betriebsgruppe Streiks nur aus der Zeitung kennt.

Erstaunlicherweise sind es in den letzten Jahren nur die kleineren Gewerkschaften gewesen, die wirkungsvolle Arbeitskämpfe zu stande gebracht haben. Denken Sie an die GDL oder Cockpit. Die großen Gewerkschaften zeichnen sich eher dadurch aus, dass Sie lieber die Forderungen Ihrer Mitglieder in den Tagungsräumen elitärer Hotels verschachern, um ihn dann zu erklären, weshalb nur 1,2% eine realistische Lohnerhöhung darstellen.

Leider erleben wir solche Handlungsweisen und Verhaltensmuster sehr häufig. So fanden wir es erstaunlich, wie z.B. ver.di Funktionäre und gleichzeitig Betriebsräte die GDL Streiks als unverhältnismäßig abgelehnt haben und anstatt sich soldarisch zu zeigen, die streikenden Kollegen als Idioten bezeichnet haben!!!!!!

Unglaublich, dass solche Menschen als Gewerkschaftsfunktionäre und Betriebsräte die Interessen der Arbeitnehmer vertreten.

Mit einer Mitgliedschaft bei der GVV für 10 Euro monatlich können Sie Geld sparen, dürfen bei Gewerkschaftsentscheidungen direkt mitwirken, es gibt eine Streikkasse und der wichtige Arbeitsrechtsschutz ist gleichfalls inklusive. Damit haben Sie die wichtigsten Absicherungen abgeschlossen und können auch im Falle eines Streiks (gab es bei der ver.di Betriebsgruppe in den letzten Jahrzehnten Ihres Bestehens nicht) vom Streikgeld der GVV profitieren.

Haben Sie Fragen zur Gewerkschaft GVV Betriebsgruppe Vattenfall - Dann sprechen Sie uns an oder senden Sie uns eine Email.

Lesen zum Thema Mitgliedsbeitrag den Artikel unter der Rubrik Aktuelles.

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Nachdem ich über 28 Jahre als ÖTV und später ver.di Mitglied durchschnittlich 35 Euro Mitgliedsbeiträge pro Monat entrichtet habe sind in Summe ca. 11.750 Euro von mir an diese Gewerkschaft gezahlt worden.

Zu Beginn meiner Mitgliedschaft, als Mitarbeiter der BSR hatte ich tatsächlich an Arbeitskämpfen erfolgreich teilgenommen und auch dafür Streikgeld erhalten.

Das ist allerdings viele Jahrzehnte her und die Betriebsgruppe von Bewag/Vattenfall hat seit ihrem Bestehen keinen einzigen Streik organisiert.

  • Eine Betriebsgruppe, die trotz massiven Arbeitsplatzabbau keine Streiks organisiert und dafür über 28 Jahre ca. 11.750 kassiert?
  • Eine Betriebsgruppe, die nicht in der Lage ist basisorientiert zu arbeiten und Funktionären die Entscheidungen überlässt?

Das braucht kein Mensch und so machen sich Gewerkschaften überflüssig oder mutieren dann eher zum Versicherungskonzern. Deshalb gibt es keinen Grund so viel Geld zu bezahlen, wenn dafür keine Gegenleistung zu erwarten ist und Sie dann noch nicht einmal ein Mitspracherecht haben.

 

VE ist dabei den Kundenservice platt zu machen, weil so laut VE der Kunde besser im Fokus steht. Ab Ende 2018 werden die Endkunden dann nur noch von Fremdfirmen bedient und der direkte Kontakt zum Kunden wird durch Vattenfall vermieden. Damit gibt das Unternehmen den direkten Kontakt zum Kunden auf, weil der Kunde scheinbar nicht mehr das Kerngeschäft darstellt.

Lediglich das Geld der Kunden scheint noch zum Kerngeschäft zu gehören, während man sich man selbst nicht mehr mit ihm abgeben möchte, weil man dies nicht als seine Kernkompetenz ansieht.

War noch zu Zeiten der Bewag der Kundenservice mehrfach ausgezeichnet worden und mit diversen Preisen versehen worden, hat Vattenfall es geschafft den Service einzustellen.

Ohne Gegenwehr der Arbeitnehmerseite hat man dann gemeinsam die Liquidation ruhig und freundlich begleitet. Achso nein: Es gab einige Demonstrationen und Bekundungen, aber das war es dann auch schon.

Da fragt man sich doch dann zu Recht: Wozu brauche ich überhaupt eine Gewerkschaft?

Das haben wir uns auch gefragt, nachdem wir mehrmals gefordert hatten, die Tarifverhandlungen zum Schutz der Kolleginnen und Kollegen zu nutzen!

Wie sieht nun die aktuelle Lage aus? Da schon die meisten Teile des Kundenservice von fremden Dienstleistern übernommen worden sind, hier mal ein interessante Vergleich gegenüber E.ON (die übrigens auch einen eigenen Kundenservice betreibt). Die Website Reclabox ist eine Verbraucherschutz-Seite, die anhand von Kundenbeschwerden und Bearbeitungen ein Ranking erarbeitet.

Betrachten wir die Kundenanzahl und Größe von E.ON gegenüber von Vattenfall, dann fällt auf, dass unserer Ergebnis beim Ranking noch um einiges schlechter sein müsste.

Bildergebnis für worker symbol

Die Anzahl der Fremdvergaben steigt seit Jahren. Damit verbunden ist der Rückgang der Beschäftigungsverhältnisse im Unternehmen. Betrachten wir die Anzahl des eigenen und fremden Personals, wäre die Gesamtzahl ein interessanter Wert, um die klären zu können, welche Ziele die Projekt der letzten Jahre verfolgt haben.

Auch fällt uns auf, dass mit den Fremdvergaben Tarifbeschäftigungen unterlaufen werden. Um die Dimension allerdings greifen zu können, ist es notwendig die Menge und Art der Fremdbeschäftigten zu kennen. Erst mit diesen Informationen können Maßnahmen und Handlungen abgeleitet werden.

Muster für Betriebsvereinbarung von der IG Metall

Infomration des Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Wie im Artikel bei der "jungen Welt" dargestellt, scheint ver.di ein deutliches Mitgliederproblem zu haben. Aus unserer Erfahrung als ehemalige Mitglieder können wir diesen Eindruck nachvollziehen.

Auch wie in diesem Artikel dargestellt, scheint ver.di mit einer eventuellen  Restrukturierung seiner Organisation, die kämpferischen Einheiten eliminieren zu wollen, was uns nicht verwundert. Nach der Darstellung eines Vorstandsmitglied, (siehe Artikel), stellt dieser Kollege das eigentlich Problem trefflich dar.

Die kämpferischen Einheiten scheinen wohl zu kostenintensiv zu sein und die Gewerkschaft scheint sich eher als Versicherungskonzern für die Rechtsberatung von Arbeitnehmerfragen zu sehen. Bestätigung findet dieser Eindruck besonders, da die Betriebsgruppe für Vattenfall in ihrer gesamten Geschichte bisher nicht einen Streik (abgesehen von diesen wenig Stunden Warnstreikchen und Demonstrationen) organisieren musste.

Das finden wir sehr Arbeitgeberfreundlich und stellt das Problem von ver.di sehr gut dar.

Die aktuellen Entwicklungen und die Vorgänge der Vergangenheit haben gezeigt, dass wir das die Themen Fremdvergaben, Verkäufe und Outsourcing sehr ernst nehmen müssen.

Seit jähren läuft ein Trend der bedeutet, dass ein sozialverträglicher Personalabbau neben ATZ-Maßnahmen auch bedeuten kann, dass man einen neuen Arbeitgeber durch Betriebsübergänge und Verkäufe erhält, der dann nur noch ein Drittel des alten Gehalts zahlt. Auch die betriebsbedingte Kündigungen beim neuen Arbeitgeber, also nach Verkauf, kann vorkommen. Zwar glauben wir auch an Zufälle, aber der Eindruck einer langfristigen Planung und weniger die des Zufalls kann entstehen.

Es ist außer unserer Sicht höchste Zeit dagegen zu votieren und auf diese Entwicklung lautstark hinzuweisen.

Es gibt zwar keine Methode die einen sicheren Erfolg verspricht, aber wer nichts tut kann auch nichts gewinnen.