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Die Wahlen zum Aufsichtsrat bei der Vattenfall GmbH und Vattenfall Wärme Berlin AG sind gestartet. In der Wärme AG wurde die Gewerkschaftswerbung bereits mehrmals entfernt. Der Unternehmensvorstand  der Wäre AG wurde hierzu informiert und erklärte damit nichts zu tun zu haben.

Am heutigen ersten Tag (19.1.18) der Aufsichtsratswahlen am Standort Reuter/West haben wir folgendes festgestellt. Waren am letzten Dienstag (16.1.18) noch zwei Plakate der GVV zwischen Foyer und Kantine zu sehen und lagen Flyer auf den Kantinentischen, so waren heute ausschließlich ver.di Plakate und Flyer ausgelegt. Wo unsere Informationen geblieben sind, können wir derzeit nicht sagen.

Warf man uns die Werbung am Standort Klingenberg vor und titulierte die Menge als zugepflastert, stellen wir nun fest, dass die Verdi-Vertreter jetzt an einer Wand mehr Plakate verwendet haben, als die GVV am ganzen Standort Klingenberg. (siehe Fotos).

Vielen unserer Kolleginnen und Kollegen ist dies gleichfalls aufgefallen.

Wir möchten Euch bitten, uns über weitere Vorkommnisse in dieser Richtung zu berichten oder diese auch zu dokumentieren. Danke.

Die Aggressivität der ver.di Kolleginnen und Kollegen ist erstaunlich. Wer so reagiert scheint aus unserer Sicht ein schlechtes Gewissen zu haben.

Die neueste Vergleichswerbung von ver.di sieht wie folgt aus: (wir haben uns erlaubt diese handschriftlich zu optimieren)

Das Ergebnis der Sondierungsgespräche haben wir hier abgelegt. Hinsichtlich der Arbeitnehmerrechte ist hier nach erster Sichtung nicht viel zu erkennen.


Auf der Betriebsversammlung haben wir aus dem Schreiben zitiert. Hier das komplette Schreiben von Herrn Müller.

Die Handlungen von Vattenfall passen nicht zur Strategie der Stadt und Politik. Wer ohne Not und zur reinen Maximierung der Gewinne Personal entlässt, ist auf moralisch Abwegen. Als Energieversorgungsunternehmen, dass in dem letzten Jahrzehnt Milliarden Gewinne generiert hat und sich auch heute wieder nach der Energiewende im Gewinnrausch befindet, hat Verantwortung.

Leider scheint diese Verantwortung in Schweden nicht bekannt zu sein. Vattenfall schadet damit dem Ansehen seines Landes Schweden.

Die Zufriedenheit des Senats mit Vattenfall kann aus unserer Sicht nicht groß sein, würde sonst die Rekommunalisierung Ziel des Senats sein?


Die heutige Veranstaltung in der Max Schilling Halle betrachten wir mit gemischten Gefühlen. Die großartige Teilnahme von Kolleginnen und Kollegen des Konzerns machen Hoffnung, dass wir uns unserem Schicksal nicht einfach hingeben werden. Die Protagonisten und das Schauspiel auf der Bühne, die Wiedersprüche einiger Aussagen und die Vorstellung der Arbeitgeberseite machen den Wahnsinn allerdings aus unserer Sicht sehr deutlich.

Das Ignorieren unserer Gewerkschaft und die zackigen Botschaften einiger Arbeitnehmervertreter waren unpassend. Trotz unseres Aufrufs auf Werbung zu verzichten, der übrigens weder von Betriebsräten noch von der roten Gewerkschaft beantwortet wurde, konnte man sich scheinbar, wenn auch nur versteckt, nicht verkneifen.

Auch die mehrmalige Unterbrechung unseres Sprechers, war ein deutliches Zeichen  für das unterschiedliche Demokratieverständnis.

Wie angekündigt haben wir (nun zwar einseitig) auf Werbung verzichtet und einen Eklat bei unserem Redebeitrag bewusst vermieden. Eine offene Konfrontation hätte aus unserer Sicht dem Anlass geschadet.

Die Wortmeldungen der Teilnehmer waren aus unserer Sicht die interessantesten Dinge der Veranstaltung. Sie haben deutlich gemacht wie die Seele der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aussieht und stellten die Widersprüche der Unternehmensstrategien häufig dar. Die Ausführungen der Arbeitgeberseite, als auch die der Arbeitnehmerfunktionäre wirkten synthetisch. Der Eindruck einer Show bleibt.

Aus unserer Sicht hätten die Bemühungen zum Schutz unserer Kolleginnen und Kollegen schon bei den letzten zwei Tarifrunden beginnen müssen. Das hatten wir immer gefordert. Nun gab es schon so viele Opfer und wir drohen immer noch, während uns schon so viele Kolleginnen und Kollegen verlassen mussten.

 

Im Gegensatz zu früheren Zeiten haben wir in den letzten Jahren wenig Fortschritte bei tarifvertraglichen Regelungen erzielt. Die letzten Jahre wurden weitestgehend von Lohnerhöhungen geprägt, die häufig mit langen Laufzeiten verbunden waren. Die linearen Erhöhungen bezogen auf 12 Monate stellten auch keine großen Fortschritte dar.

Haben sich unsere Vorfahren noch für Ihre Nachfolgegenerationen (Wir) ins Zeug gelegt und für Errungenschaften gekämpft, so haben wir in nur wenigen Jahren einige wieder leichtfertig her gegeben (z.B. die Altersversorgung). Auch wir tragen die Verantwortung für unsere Kinder bzw. die Nachfolgegenerationen.

Um unsere Positionen in den nächsten Monate festzulegen, bitten wir Euch uns Eure Meinung mitzuteilen. Wir haben uns an ehemalige Regelungen bzw. an Tarifregelungen in anderen Branchen orientiert. Hier eine weitere Reihe von Fragestellungen.

Danke ...

Öffnung der Pensionskasse für Neueinstellung und jüngere Kolleginnen und Kollegen ohne diese Zusatzversorgung?
© Kama

Lohnfortzahlung nach 42 Tagen durch den Arbeitgeber?
© Kama

Erhöhung der Urlaubstage von derzeit 30 Tagen...
© Kama

Arbeistzeitverkürzung bei vollen Gehaltsausgleich - derzeit haben wir 37 Stunden
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© Kama

Differenzierung der linearen Gehaltserhöhung nach Gehaltsgruppen?
© Kama

Lohnerhöhung als Einmalzahlung differenziert nach Lohngruppen? (Achtung: stellt keine lineare Erhöhung)
  • Füge deine Antwort hinzu ...
© Kama

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Entgegen  den häufigen Behauptungen, man hätte vorher nicht handeln können oder dürfen, veröffentlichen wir hier einen Emailverkehr zwischen einem damaligen Vertrauensmann und dem Gewerkschaftssekretär von ver.di. Bereits 2015 hatte, wie auch schon zuvor auf den Vertrauensleuteversammlungen, unser Mitglied Andreas Schubel zu Handlungen aufgefordert.

Leider hatte man hier weder Kreativität noch echte Solidarität erkennen können (siehe Antwort).

Den Weitblick hätte es zu diesem Zeitpunkt schon längst geben müssen und eine Glaskugel wäre dabei auch nicht notwendig gewesen. Die Erfahrungen mit dem Arbeitgeber waren in genügender Anzahl vorhanden und Handlungen wären obligatorisch gewesen. Auch dieses Erlebnis stärkte den späteren Gedanken des Gewerkschaftswechsels.

Auszug aus dem Emailverkehr im Jahre 2015: (Die Namen wurden zum Schutz der Persönlichkeitsrechte gelöscht)


From: Schubel Andreas
Sent: Wednesday, June 10, 2015
To:
Subject: Aktionen von verdi?

Hallo R...,

da man nach der Ankündigung der sogenannten Neuausrichtung des Kundenservice noch nichts von ver.di gehört hat, verwundert mich die Stille nun extrem. Auch meine Kollegen fragen nach Aktionen und Maßnahmen. Es kann doch wohl nicht wahr sein, dass in einer Zeit wo GDL, Post, Erzieher usw. teilweise auch zu Themen wie Ausgliederung auf die Straße gehen und streiken, während wir hier (so kommt es zumindest derzeit an) wie die Schafe auf die Schlachtung warten.

Gibt es hier evtl. einen besonderen Plan, der Geheim gehalten wird um zum finalen Gegenschlag auszuholen oder bedeutet die Stille Hoffnungslosigkeit und Resignation? Mir wäre wichtig, auch die aktuelle Tarifdiskussion (wir sind ja zur  Zeit nicht  in der Friedenspflicht) in das Kalkül der möglichen Maßnahmen einzubeziehen.

Mein Vorschlag wäre hier, die aktuellen Verhandlungen im Sinne der aktuellen Entwicklungen zu nutzen und endlich mal Druck aufbauen, sonst laufen wir Gefahr, dass wir uns überflüssig machen und der AG das derzeitige Vorgehen als Blaupause für uns übrige evtl. auch noch nutzt.

So kann das aus meiner Sicht definitiv nicht weitergehen!!!

Mit freundlichen Grüßen / Best regards

Andreas Schubel
verdi Vertrauensmann


"M.. , R.." <@verdi.de> schrieb:

Hallo  Andreas,

leider haben unsere Bemühungen für ein Umdenken bei den Entscheidungsträgern bei Vattenfall nicht gefruchtet. Wir unterstützen, den GBR des Kundenservice, sich auf seine Verhandlungen vorzubereiten und auch bei den Verhandlungen selbst. Volker, Armin und ich haben momentan einige Ideen, was möglich wäre. Jedoch werden wir diese nicht äußern, solange es von unserer Rechtsabteilung kein „grünes Licht“ gibt. Rechtlich ist es leider nicht möglich unsere „stillgelegte“ Tarifauseinandersetzung für solche Punkte zu nutzen, da die Verhandlungen mit anderen Forderungen eröffnet wurde. Ein erster Entwurf für einen eigenen Tarifvertrag liegt unserem Verhandlungsführer seit dieser Woche vor.

Wir prüfen, was möglich ist und überlegen mit den betreffenden Betriebsräten und Vertrauensleuten, wann welche Aktion am sinnvollsten ist. Eine Kommunikation und Stellungnahme zu den Verkündungen im Kundenservice erfolgt am Montag gegenüber den Kundenservicebeschäftigten.

R.. M...

Gewerkschaftssekretär
ver.di - Landesbezirk Berlin-Brandenburg

FB 2 - Ver- und Entsorgung
Köpenicker Str.  30
10179 Berlin


From: Schubel Andreas
Sent: Thursday, June 11, 2015
To: M...R...
Subject: Re: Aktion von ver.di

Hallo R...,  ganz lieben Dank für Deine schnelle Antwort. Mir ist klar, dass die Situation äusserst schwierig ist und es wohl keine einfache Lösung geben wird.  Bei den Tarifverhandlungen muss ich Dir allerdings widersprechen. Wir haben 5% lineare Lohnerhöhung auf 12 Monate gefordert und haben diese bisher nicht erhalten. Diese können wir einfordern und dafür können wir auch  auf die Strasse gehen. Der Rest obliegt unserer Kreativität und unseres Engagements. Ich glaube wir sollten nicht nur immer auf gerade Züge setzen sondern auch mal über Bande spielen. Wenn wir uns ständig Stück für Stück auflösen, dann bleibt bald auch nichts mehr übrig und die Diskussion über den Sinn von Gewerkschaft, deren Quelle die Arbeitskämpfe waren, wird sich weiter stellen.  Wir sollten uns nicht zu Lemminge machen lassen und die viel beschworene Gemeinschaft einschwören und nutzen. Das wäre jetzt aus meiner Sicht unsere Aufgabe. Die Kampfparolen  habe ich noch in den Ohren, die bei unseren diversen Demos und Warnstreiks in der Vergangenheit gefallen sind. Wo ist sie denn nun?? Momentan höre ich leider immer wieder Statements von Einigen, was nicht geht, allerdings nicht was geht. Das ist bitter, da ich mir dann ausmale was uns dann auch mal selbst blühen könnte. Ich denke auch an die jüngste "Lösung" mit der Hanuman GmbH. Ich sehe unsere Stärke nur in der Niederlegung der Arbeit, da es unser einziges Mittel ist.  Verlieren kann  man, aber zu gucken ist keine Lösung.  Um es vorweg zu nehmen, es geht  hier nicht um einen persönlichen Vorwurf Dir gegenüber. Davon distanziere ich mich ausdrücklich!!!!  Ich wünsche viel Erfolg und würde gerne auch helfen wollen, deshalb stelle ich mich hier auch gerne zur Verfügung. Da ich auf dem Handy tippen musste, bitte ich um Nachsicht. Gruss Andreas

Unser letzter Beitrag hat viele Gemüter erregt. Wir sind von dieser "Unart" der Kommunikation ebenfalls enttäuscht, aber nicht verwundert. Wir können es nicht genügend betonen, es sollte uns hier um die Sache gehen und nicht um konkurrierende Gewerkschaften.

Eine angemessene Reaktion wie von Einigen gefordert, haben wir bewusst unterlassen, denn eine Eskalation halten wir für unangemessen. Wir müssen die Menschen im Blick haben und sind kein Selbstzweck!

Wir halten es für dringend notwendig im Sinne der akut gefährdeten Kolleginnen und Kollegen im Kundenservice und in der VEBS mit Maßnahmen zu reagieren. Dabei sollten Betriebsräte und Gewerkschaften Ihre Möglichkeiten solidarisch Nutzen. Dazu könnten Flash-Mobs, grundsätzliche Einstellungsstopps von aussen und die Genehmigung von Mehrarbeiten gehören. Aber auch die Anwendung weiterer Maßnahmen im Rahmen der Arbeit in Aufsichtsräten- und Wirtschaftsausschüssen lassen Handlungsmöglichkeiten zu. Zuletzt natürlich Tarifverhandlungen, die in den letzten Jahren nicht genutzt worden sind, um den gefährdeten Kolleginnen und Kollegen zu helfen.

Wir finden es bedauerlich, dass wir bisher von solchen Maßnahmen seitens unserer Kollegen noch nichts gehört haben.