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Eine Demokratie erlaubt unterschiedliche Meinungen zu haben und diese öffentlich zu vertreten. Leider stellen wir gerade in der Wahlzeit ein anderes Verständnis bei einigen unserer Konkurrenten fest. Anstatt einen anständigen und sachlichen Austausch von Argumenten zu führen, werden regelmäßig unsere Plakate entfernt und auch der Betriebsratsliste "Die Kraft Dahinter" muss das Gleiche erleben.

Wer keine andere Meinung zu lassen möchte und Plakate entfernt, hat den Boden der Demokratie verlassen.

Das ist ein Skandal.

Nach der aktuellen Lage des Konzerns halten wir einen kräftigen Zuwachs für mehr als angebracht. Die Energiewende hat das Unternehmen nach jahrelangen Rekordgewinnen zwar etwas gehemmt, aber nun stehen die Zeichen wieder auf grün.

Aus diesem Grunde, halten wir eine "Entweder oder - Strategie" für absolut angemessen und fair. Eine Kombinationsstrategie mit Alternativen sollte das nächste Forderungspaket kennzeichnen.

  1. Ein kräftiger Zuwachs, der im Bereich Lohnerhöhung und Altersversorgung (insbesondere für die jüngeren Kollegen/innen) liegt und das Risiko mangelnder Sicherheit ausgleicht, oder
  2. Ein Kombination aus Sicherung der Arbeitsplätze vor Ausgliederungen und Kündigungen mit etwas niedrigerer Lohnerhöhung und Altersversorgung, oder
  3. Eine Kombination aus Reduzierung der Arbeitszeit und Schutzmechanismen für die Arbeitsplatzsicherung.

Wir halten solche Kombinationsstrategien für angebracht und wir werden unsere Vorschläge hierzu weiter präzisieren. Unsere Kritiker werden natürlich wieder behaupten, dass so etwas nicht gehen kann, aber lassen Sie sich nicht in die Irre führen. Es geht - dafür gibt es Beispiele (aktuell bei VW und IG Metall)

Die Abschlüsse müssen durch Urabstimmungen angenommen werden, damit eine basisdemokratische Grundlage vorliegt, sofern Sie von den Forderungen der Mitglieder abweichen. Anders kann es nicht gehen.

Bei den Betriebsratswahlen in der Wärme AG unterstützen wir die Arbeitnehmerliste DIE KRAFT DAHINTER. Diese Liste mit dem Listenplatz 2 kann ab 1.3.18 in den Wahllokalen gewählt werden.

Wir empfehlen allen Kolleginnen und Kollegen, die sich eine offene und kritische Auseinandersetzung mit den Herausforderungen der Zukunft wünschen, diese Liste zu unterstützen. Diese Liste garantiert eine Unabhängigkeit vom System.

Bei den Aufsichtsratswahlen zur Vattenfall GmbH haben wir über 1000 Stimmen erhalten. Bei unseren Wählern möchten wir uns für diesen großartigen Erfolg herzlich bedanken. Einen Sitz haben wir damit nur knapp verfehlt, aber für die erste Teilnahme an den Aufsichtsratswahlen ist dieser Zuspruch ein enormer Erfolg, den wir so nicht erwartet hatten.

Dieses Ergebnis zeigt uns deutlich, dass die Zufriedenheit mit den etablierten Gewerkschaften nicht sehr hoch ist. Fast ein Drittel der Wähler haben uns Ihre Stimme gegeben.

Wir wünschen den gewählten Vertretern des Aufsichtsrat viel Erfolg.

Um eine vernünftige Betriebsratsarbeit leisten zu können, muss man das Ohr bei den Menschen haben. Besonders bei organisatorischen Änderungen ist es wichtig die Betroffenen direkt einzubinden. Insbesondere bei großen Änderungen benötigt der Betriebsrat Unterstützung. Wir sind der Meinung, dass in solchen Situationen eine Vereinbarung mit dem Arbeitgebern getroffen werden sollte, die eine Art Beirat zur Begleitung von Organisationsänderungen ermöglicht welches das jeweilige Betriebsratsgremium unterstützt.

Diese Form der Unterstützung könnten wir uns auch noch für andere Situationen vorstellen. Diese Form würde auch im Sinne des Arbeitgebers sein, da sie eine größere Basis der Zustimmung ermöglichen würde.

Nach einer hektischen Phase hinsichtlich der Betriebsratswahlen und Aufsichtsratswahlen können wir Vollzug vermelden. Die Betriebsratsliste der GVV wurde jetzt als Arbeitnehmerliste eingereicht, allerdings als Gewerkschaftsliste geplant und ursprünglich eingereicht. Es hatte jedenfalls unzählige Nachfragen, Nachbesserungen, Emails und Telefaxe erfordert.

Zum Hintergrund können wir uns aktuell nicht äußern.

Nach dem aktuellen Stand wird unsere Liste den Titel "DIE KRAFT DAHINTER" tragen und nicht wie geplant "Gewerkschaft Verwaltung und Verkehr - DIE KRAFT DAHINTER". Als Arbeitnehmerliste ist es uns nicht gestattet den Gewerkschaftsnamen mitzuführen.

 

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Vattenfall und ver.di haben seit Monaten über die Zukunft der Ausbildung verhandelt. Da der alte Vertrag zur Ausbildung 2017 endete, sollte ein neues Werk geschaffen werden. Über die Verhandlungen wurde nicht viel berichtet und sie schienen eher im Untergrund geführt worden zu sein. Nun soll es vor einigen Wochen einen Abschluss gegeben haben. Nur leider kennen Viele die Ergebnisse nicht. Insbesondere die Betroffenen tappen im Dunkeln. 

Nach unseren Informationen hat sich ver.di mit einer erneuten Reduzierung (ca. über 20% - davor bereits auch über 20%) abspeisen lassen und nach der IT-Ausbildung soll jetzt auch die kaufmännische Ausbildung eingestellt werden. Tenor: Digitalisierung ist nur ein Randthema und kaufmännische Kompetenzen werden in Zukunft nicht mehr benötigt. Offenbar handelt es sich damit um das schwedische Verständnis von Ausbildung und ver.di macht kräftig mit.

Die soziale Verantwortung gegenüber der Stadt und eine langfristige Personalentwicklung mit Augenmaß sind so nicht erkennbar. Die Reduzierung der Ausbildungszahlen in zwei Schritten und in Höhe von ca. 40% lässt erahnen wo die Reise hingeht. Ohne Gegenwehr verhandeln hier angebliche Arbeitnehmervertreter den Abbau. Die Reduzierung der Ausbildungszahlen ist nichts anderes als eine Deinvestition in die Personalentwicklung und Köpfe des Unternehmens.

Um das Image nicht zu beschädigen, scheint ver.di lieber die weniger guten Nachrichten nur ganz dezent verbreiten zu wollen. Offene Kommunikation sieht irgendwie anders aus.

Ganz großes Kino dank ver.di - TOLL!

Mit Beginn der Aufsichtsratswahlen stellen wir die Zunahme von Aktionen gegen uns und unsere Mitglieder fest. Bedauerlicherweise scheinen sich zwei Partner gefunden zu haben, die normalerweise gegenläufige Interessen haben sollten.

Aber sind die Interessen in der Vergangenheit überhaupt unterschiedliche gewesen oder erweisen sich einige Gewerkschaften als verlängerter Arm der Arbeitgeber? Wie in einem bemerkenswerten Zeitungsartikel berichtet wurde, könnten Gewerkschaften eher den Zweck des politischen Gehorsams erfüllen und agieren als Erfüllungsgehilfen der Arbeitgeberverbände.

Erst als ein weiterer Spieler das Spielfeld betritt werden Verbindungen offensichtlich, die vorher nur zu erahnen waren. Fast im täglichen Rhythmus können wir Belege sammeln, die unsere Annahmen bestärken.

Hier ist was mächtig Faul.