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Treffen des Konzernbetriebsräte in Lübeck …

Am 15. November haben sich die Betriebsräte im Vattenfall-Konzern in Lübeck getroffen. Neben der Mitbestimmung und den DGB-Gewerkschaftsvertretern nahmen auch die Vertreter des Managements und der CEO teil. Die Veranstaltung  stand unter dem Eindruck der angekündigten Kündigungen im Kundenservice.

Alle Arbeitnehmervertreter waren sich einig, dass die Ankündigung von Kündigungen zurückgezogen werden müssen. Diese Forderung wurde auch mehrmals formuliert.

Neben diesem bestimmenden Thema ging es aber auch um die erneute Reduzierung der Ausbildungszahlen, die Einstellung der kaufm. Ausbildung und die massiven Einsparungen im Bereich der Pumpspeicherkraftwerke.

Die Antworten des CEO Herrn Hall, seiner Begleiterin Frau Alfont und von Herrn Hattakka waren ernüchternd. Sie stellten Ihre Vorstellungen und Visionen dar und erklärten die Notwendigkeit mit den üblichen Marktgeschehen. Um es kurz zu machen. Es ging hauptsächlich um Kosten, Effizienz und Profit. Von den Menschen im Unternehmen war zwar zu hören, über dessen ernsthafte Bedeutung konnte wenig entnommen werden oder es wirkt einfach nur nebensächlich.

Die Emotionale Kompetenz in der obersten Unternehmensführung scheint wenig ausgeprägt zu sein. Eine starke Identifizierung des Managements mit dem Unternehmen ist gleichfalls nicht wahrnehmbar. Man gewinnt den Eindruck, dass hier technokratisch, lehrbuchmässig und ohne emotionale Bindungen Veränderungen durchgeführt werden sollen, um den Profit weiter zu erhöhen. Dabei hält man sich gegenüber den Mitarbeitern für verantwortlich genug, da es zweifelsfrei extremere Formen der Unternehmensführung auf dieser Welt gibt.

Die Visionen wirken teilweise inhaltsleer und eine Begeisterung zu den eigenen  Plänen ist nicht wahrnehmbar.

Was allerdings auffällt ist, dass die Pläne und Visionen sich gegenüber den eigenen Handlungen widersprechen.

Beispiel: Lauft eigener Aussage wird man sich in ein paar Jahren stärker zu einem IT-Unternehmen entwickeln - während man gleichzeitig den IT-Bereich zunehmend ausgliedert, IT Kompetenzen nicht als Kernkompetenz ansieht und vor wenigen Jahren die Ausbildung eigener IT-Kompetenzen eingestellt hat!

Wir bezweifeln nicht, dass Anpassungen und Veränderungen notwendig sind. Aber Sie müssen nachvollziehbar und schlüssig sein. Eine langfristige und nachhaltige Strategie, welche die Mitarbeiter des Unternehmens mindestens auf die gleiche Stufe mit den Profitzielen sieht, ist weiterhin leider nicht erkennbar.

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http://betriebsgruppe-vattenfall.gewerkschaftverwaltungundverkehr.de/2017/11/19/treffen-des-konzernbetriebsraete-in-luebeck/

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