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Ziele der GVV Betriebsgruppe Vattenfall …

Immer wieder werden wir gefragt, welche Motive und Ziele uns zu einer eigenen Organisation bewegt haben? Wie bereits grob auf der Startseite und bei einigen Beiträgen beschrieben, stehen wir für eine mitgliederzentrierte Gewerkschaftsarbeit. Auch wenn die Basisdemokratie von manchen als lächerlich empfunden wird, streben wir diese an und setzen uns damit vom Funktionärsprinzip stark ab. Zugegebener Weise kommt auch die Basisdemokratie an Ihre Grenzen und Sie ist kein Allheilmittel für alle Problemstellungen. Die Vorteile gegenüber der Funktionärsdemokratie (wenn es denn überhaupt eine Demokratie ist) sind für eine Gewerkschaft entscheidend. Ausschließlich stehen die  Mitglieder im Fokus der Entscheidungen (auch direkte Demokratie genannt). Wir haben keine Angst vor unseren Mitgliedern, sondern bilden sie als Organisation ab.

Was unterscheidet uns?

Funktionärsdemokratie vs. Basisdemokratie
Das Funktionärsprinzip haben wir über Jahre selbst erlebt und die Nachteile waren aus unserer Sicht ständig spürbar. Uns wurde mitgeteilt, in welchen Grenzen wir denken dürfen und welche Forderungen angemessen sind oder nicht. Dabei spielte es keine Rolle, ob die Mehrheit der Mitglieder zufrieden waren. Selbst Abfragen bei den Mitgliedern waren teilweise nicht von Relevanz. Da fragten wir uns doch irgendwann selbst, was hebt uns eigentlich von der Arbeitgebersituation ab, wenn "Die da Oben" nach dem so genanten "Top-Down-Prinzip" uns genauso anführen?

Vorstände und Funktionäre vs. Sprecher
Deshalb wollen wir es bereits im Umgang mit unseren Mitgliedern bei der GVV anders machen. Die Meinungsbildung und die Forderungen unserer Mitglieder werden nach dem Mehrheitsprinzip festgelegt. Wir haben keinen Vorstand und keinen Funktionärsunterbau, sondern lediglich die Sprecher. Sie kommunizieren und vertreten die Entscheidungen der Mitglieder gegenüber Dritten. Die Sprecher haben keine Richtlinienkompetenz oder sonstige Weisungsbefugnisse.

Nähe vs. Distanz
Bekannterweise sind Menschen emotional bei Ihren Entscheidungen. Emotionen sind Teil unseres Wesens und das ist auch gut so. Geht es allerdings um die Durchsetzung von Interessen können starke emotionale Bindungen hinderlich sein. Besonders bei Verhandlungen können stärkere Bindungen zu einer ungünstigen Verhandlungsstrategie führen. Da es nur wenige Menschen gibt, die sich trotz enger Verhältnisse weitestgehend "Objektiv" verhalten können, halten wir die Distanz zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer für ein wichtiges Element. Nicht zuletzt aufgrund eigener Erfahrungen mit Betriebsräten und Gewerkschaftern, wo wir uns teilweise gefragt haben, wer gehört den nun zu welcher Seite? Diese gelebte Distanz halten wir für äußerst wichtig, um die Interessen unser Mitglieder nachhaltig, authentisch und glaubwürdig vertreten zu können. Distanz bedeutet aus unserer Sicht kein Nachteil, sondern ein Vorteil. Nur so läßt sich eine klare Linie ziehen und der so genannte "Rote Faden" ist erkennbar. Wichtig ist uns dabei, das Distanz nicht mit fehlender Kompromissbereitschaft oder überzogener Streitbarkeit verwechselt werden darf.

Strategische Tarifforderungen
Wir halten Tarifforderungen, die als gezielte Strategie zur Sicherung unserer Arbeitsplätze genutzt werden für absolut legitim. Dabei halten wir es nicht für ausgeschlossen auf Einigungen gezielt zu verzichten. In bestimmten Situationen, die wir in der Vergangenheit bereits erlebt haben, war die Friedenspflicht hinderlich und hat Arbeitsplätze gekostet.

Tarifforderungen
Unsere Tarifforderungen müssen zukünftig individueller und sich mehr an die Lebenswirklichkeit der Beschäftigten ausrichten. Wir brauchen intelligente und gerechtere Lösungen. So halten wir schon seit langen die Themen Demografie, Nachtarbeit, Stress, Entwicklung, Arbeitsplatzsicherung, Attraktivität für junge Menschen und Familien und Altersversorgung für wichtige Bereiche, die im Rahmen tariflicher Reglungen gelöst werden müssen.

Solidarität
Die übergreifende Solidarität im Konzern ist für uns ein wichtiger Punkt. Würden die Kolleginnen und Kollegen einer weniger gefährdeten Gesellschaft auf eine Tarifeinigung zu Gunsten gefährdeter Kolleginnen und Kollegen verzichten, dann wäre aus unserer Sicht eine Sicherung unserer Arbeitsplätze eher möglich. Bedauerlicherweise existiert diese Solidarität zur Zeit nicht. Das ist nicht gut und  für unsere Gewerkschaft auch nicht akzeptabel. Solidarität zwischen stark und schwach ist sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Denkweisen nach Vattenfallfirmen sind aus unserer Sicht der erste Schritt zur Spaltung. Das lehnen wir ab.

Einflussmöglichkeiten für jedes Mitglied
Die flache Hierarchie ermöglicht jedem Mitglied an den regelmäßigen Sitzungen der Gewerkschaft teilzunehmen. Zwischen dem Vorstand und den Mitgliedern gibt es keine Funktionäre und jedes Mitglied kann seine Wünsche, Vorstellungen und Ideen einbringen. Weiterhin wird Ihnen die Gelegenheit geboten sich mit den Kolleginnen und Kollegen der anderen Gesellschaften und Betriebsgruppen auszutauschen.

Schlagkräftig und Schnell
Unsere Größe und unsere flache Hierarchie ermöglichen uns auf sehr schnellem Wege zu reagieren und kurzfristige Aktionen zu organisieren.

.... weitere Infos werden folgen und diesem Artikel angehangen. Aktuell sind wir dabei einen eigenen FAQ Bereich zu erstellen, der Ihnen weitere Fakten zur GVV bereitstellt.

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